Der Nationale Forschungsschwerpunkt sesam beantragt die Einstellung seiner Kernstudie
Das sesam Leitungsgremium (SEC) stellte in seiner Sitzung vom 10. März 2008 fest, dass die sesam Kernstudie in der geplanten Form und unter den gegebenen Umständen nicht erfolgreich durchgeführt werden kann. Der Grund dafür ist, dass das angestrebte Ziel der Rekrutierung von mehreren Tausend Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern innerhalb von zwei Jahren nicht mehr erreicht werden kann. Das SEC hat deshalb beschlossen, beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) die Einstellung der sesam Kernstudie zu beantragen. Das SEC sieht es als unabdingbar an, diejenigen sesam Teilstudien, die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer unabhängig von der Kernstudie rekrutieren, weiterzuführen. Darüber hinaus wird die zentrale wissenschaftliche Fragestellung – die Erforschung der Faktoren, die zu einer gesunden seelischen Entwicklung beitragen – von Forschern des entstandenen Verbundes weiter untersucht werden. Hierzu sind bereits im Rahmen von sesam umfangreiche wissenschaftliche Vorarbeiten geleistet worden, zu denen erste Ergebnisse vorliegen. Es ist zudem die erforderliche Infrastruktur geschaffen worden, die vom Forschungsnetzwerk gezielt weiter genutzt werden wird.
Die sesam Kernstudie hat zum Ziel, die Faktoren für eine gesunde seelische Entwicklung zu erforschen. 3000 Kinder sollten dazu bis ins Erwachsenenalter periodisch, teilweise im Abstand von mehreren Jahren, untersucht und befragt werden. Auch die Eltern und Grosseltern waren eingeladen, bei diesen Untersuchungen mitzumachen. Nachdem die ersten sesam Familien bereits mehrere Messzeitpunkte erlebt haben, zeigt es sich, dass unter den gegebenen Umständen die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer innert nützlicher Rekrutierungsfrist nicht ausreichen wird, um den hohen Qualitätsansprüchen der Studie zu genügen.
Weiteres Vorgehen
Über die Notwendigkeit hinaus, die von der sesam Kernstudie unabhängigen Teilstudien weiterzuführen, wird die sesam Leitung gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit dem Schweizerischen Nationalfonds über das weitere Vorgehen beraten.
