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Zitate zu sesam

Prof. W. Holzgreve, Direktor Frauenklinik, Universitätsspital Basel

«Unsere Klinik beteiligt sich an sesam, weil uns immer die psychischen Faktoren von gesunder und gestörter Entwicklung ebenso interessieren wie die körperlichen und weil oft genug Interaktionen zwischen beiden bestehen.

Neben dem Einfluss von Stress und psychischen Erkrankungen auf den Schwangerschaftsverlauf interessiert uns insbesondere auch, in Langzeitstudien etwas über die Entwicklung der sogenannten Praeeklampsie,einer gefürchteten Schwangerschaftserkrankung, zu erfahren.

Schwangere, die an der Studie teilnehmen, helfen mit, mögliche Erkenntnisse zu gewinnen, die anderen und vielleicht ihnen selbst später helfen können.»

Prof. Daniel Surbek, Co-Direktor Klinik und Polikliniken für Frauenheilkunde, Inselspital Bern

«Dieses Forschungsprojekt wird neue und wichtige medizinische Erkenntnisse bringen, von welchen zukünftig alle schwangeren Frauen und deren Kinder, und damit auch die jungen Familien, profitieren werden. Dies ist eine wichtige Aufgabe einer grossen Frauenklinik wie der unsrigen, die Fortschritte in der Medizin zu fördern.

Jungen Familien empfehle ich aus zwei Gründen, an der sesam Studie teilzunehmen: Erstens tragen sie dann einen wesentlichen Teil zur Gesundheit aller Kinder in der Zukunft bei, und zweitens profitieren sie und ihre Familie von einer zusätzlichen (kostenlosen) Begleitung in der Schwangerschaft und den ersten Jahren mit ihrem Kind.»

Prof. Roland Zimmermann, Direktor Klinik für Geburtshilfe, Universitätsspital Zürich

«Die Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals Zürich beteiligt sich an der sesam Studie, weil sesam zum ersten Mal in der Schweiz mental health Fragen untersucht und dabei die Ereignisse in der Schwangerschaft miteinbezieht. Dieses Studiendesign wird wegweisend für andere Studien zu Entwicklungsschritten sein. Auch sind Resultate aus so grossen Kohortenstudien in der Schweiz sehr rar, so dass eine gemeinsame Anstrengung möglicherweise die gewünschten Resultate bringt.»

Prof. Dr. med. Felix H. Sennhauser, Direktor der Medizinischen Universitäts-Kinderklinik des Kinderspitals Zürich

"Ohne Zweifel startet sesam ein überaus bedeutsames und interdisziplinäres Projekt zur Gesundheitsforschung und -förderung. Der ganzeitliche Ansatz ist besonders aus traditioneller systemischer Sicht -  Zusammenwirken von Kind und Umwelt - für die pädiatrische Betreuung von grosser Bedeutung. Entsprechend hoffe ich auf nachhaltige Erkenntnisse mit Resonanz in der Öffentlichkeit."

Rolf Lyssy, Filmemacher ("Kassettenliebe","Die Schweizermacher"), Zürich

"Ich hoffe, dass sesam die geplante Forschungsarbeit auf breiter Basis in Angriff nehmen kann."

Nationalrat Dr. Pierre Triponez, Bern (Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SGK des Nationalrats)

"Ich wünsche dem Nationalen Forschungsschwerpunkt Sesam einen guten Start und viel Erfolg!"

Dr. med. Michaela Glöckler, Leiterin der Medizinischen Sektion am Goetheanum

"Mit Interesse habe ich das Engagement der Universität Basel verfolgt, die kindliche Entwicklung mithilfe des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten sesam-Projektes besser zu verstehen. Ich selbst bin Kinderärztin und weiss, wie hilfreich Langzeit- und Entwicklungsforschung ist und seitdem es sie gibt – wie viel sie schon zur Verbesserung der Grundschulpädagogik beigetragen hat. Sesam untersucht drei Faktoren, die die kindliche Entwicklung  bestimmen: Das Erbgut, das Erziehungsmilieu und die Qualität der menschlichen Beziehungen, mit denen das Kind zu tun hat.  Es ist nur zu begrüssen, dass ein solches für Prävention, Erziehung und Therapie entscheidendes Vorhaben mit einem integrativen Ansatz untersucht wird; selbstverständlich unter Einhaltung der in der akademischen Welt anerkannten ethischen und wissenschaftlichen Standards."

Ellen Hütter Carabias, Zürich

"Ich komme aus einer Familie mit einem psychisch erkrankten Menschen. Für mich ist ganz klar, dass ich bei der Sesam-Studie mitmachen möchte, wenn ich ein zweites Mal schwanger werde. Teilzunehmen ist ja eine kleine Intervention, einfach eine Begleitung während 20 Jahren. Ich möchte damit einen Beitrag zum besseren Verständnis leisten, wie es zu psychischen Erkrankungen kommt. Neue Erkenntnisse und Lösungsansätze sollen es künftig ermöglichen, mit psychischem Leiden besser umzugehen. Dem gegenüber ist es ein kleiner Aufwand, was ich leisten muss."

John P. Kummer, Ehrenpräsident von „Equilibrium“, Verein zur Bewältigung von Depressionen

"Ich spreche sicher im Namen der meisten Depressionsbetroffenen, dass SESAM  ein Grundlagenforschungsvorhaben ist, das für unsere Sache eine ungeheuer grosse Bedeutung hat. Für die Rückfallsprophylaxe und Aufklärung der Bevölkerung, wie auch für Diagnose, Therapie und Prävention der Depressionskrankheiten wird man damit von einer viel solideren Basis ausgehen können.

SESAM ist eine Langzeitstudie, die tief geht und  zu den Ursachen der Depressionskrankheiten vorstossen wird.  Sie wird  aber auch das Tor zu vielen präventiven Empfehlungen und Massnahmen aufstossen, die für die psychische und seelische Gesundheit für die kommenden Generationen von unschätzbarem Wert sein werden."

Verein zur Bewältigung von Depressionen (www.depressionen.ch)

Prof. Dr. phil. Peter C. Meyer, Leiter des Departements Gesundheit der Zürcher Hochschule Winterthur ZHW

"Psychische Erkrankungen und ihre Folgen sind das gesundheitliche Hauptproblem unserer Gesellschaft, ohne dass ihre Ursachen und ihre Entwicklung genügend bekannt sind. Eine verstärkte Ursachenforschung schulden wir allen jetzt und künftig betroffenen Menschen. Ich habe deshalb mit Ärger vom vermeintlich 'moralischen' Kreuzzug gegen Sesam gehört, das endlich mehr Licht in diese Black Box bringen will. Ich wünsche der Projektleitung viel Kraft und Diplomatie, die ungerechtfertigten Angriffe unbeschadet durchzustehen!"

Roland Stähli, Beauftragter des Kantons Zürich für Prävention u. Gesundheitsförderung

"Psychische Erkrankungen zählen für die direkt Betroffenen und ihre Angehörigen zu den grössten und leider oft langwierigsten Gesundheitsbelastungen. Eine erfolgreiche Prävention setzt bessere Kenntnisse der Ursachen dieser auch teuren Krankheiten voraus. Sesam ist endlich ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Weitere müssen folgen."